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Bach, Johann Sebastian;
21. März/ 31. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig
deutscher Komponist
Bach war Orgel- und Klaviervirtuose des Barock. Er ist heute einer der bekanntesten Tonschöpfer überhaupt, dessen Musik spätere Komponisten wesentlich beeinflusst hat und dessen Werke im Original und in zahllosen Bearbeitungen weltweit präsent sind.
Bach erlernte das Instrumentenspiel schon im Kindesalter bei seinem Vater, erweiterte seine Fertigkeiten später bei seinem Bruder in Ohrdruf sowie an der Michaelisschule in Lüneburg. Schon als er im Alter von 17 Jahren war, galt sein Spiel auf Tasteninstrumenten als virtuos. Es folgten Anstellungen als Musiker an der Kapelle des Prinzen Johann Ernst und als Organist in Arnstadt, später in Mühlhausen. 1708 wurde Bach Hoforganist und Kammermusikus am Hof des Herzogs Wilhelm Ernst in Weimar, der ihn 1714 zum Konzertmeister ernannte. 1717 wechselte er als Kapellmeister an den Hof des musikalischen jungen Fürsten Leopold nach Köthen. Von 1723 bis zu seinem Tode war Bach als Thomaskantor und Musikdirektor in Leipzig tätig, wo er für die Musik in den vier Hauptkirchen der Stadt verantwortlich war. Ferner übernahm er 1729 die Leitung des Collegium Musicum der Stadt Leipzig. Seit 1736 trug er den Titel des Königlich Pohlnischen und Churfürstlich Sächsischen Hof-Compositeurs unter August III.
Einerseits wurde Johann Sebastian Bach zu seinen Lebzeiten innerhalb seines Wirkungsfeldes in erster Linie, jedoch nicht ausschließlich , als Virtuose, Organist und Orgelinspektor denn als Komponist hoch geschätzt, andererseits wiederum folgte schon kurz nach Bachs Tod eine Neuorientierung in der deutschen Musiktheorie, für die in erster Linie der dominierende Einfluss der Bach-Schule verantwortlich war. Und spätestens seit dem 19. Jahrhundert erlebt sein Werk eine beispiellose Wiederentdeckung und Würdigung.
Bachs musikalisches Schaffen umfasst mit Ausnahme der Oper alle damals gebräuchlichen musikalischen Gattungen und enthält so bekannte und musikwissenschaftlich bedeutsame Werke[8] wie die Brandenburgischen Konzerte, die Orchestersuiten, das Wohltemperierte Klavier, die Goldberg-Variationen, die Chromatische Fantasie und Fuge, die h-Moll-Messe, die Matthäus- und Johannespassion, das Musikalische Opfer, Die Kunst der Fuge, Sonaten und Partiten für Violine Solo, Suiten für Violoncello Solo, über 200 überlieferte Kantaten und eine ähnlich große Zahl von Orgelwerken
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Bagger, Boris Björn
* 6. März 1955 in Karlsruhe; † 4. Juli 2024
deutscher Gitarrist, Musikpädagoge, Komponist, Arrangeur und Dirigent.
Bagger studierte Musikwissenschaft an der Musikhochschule Karlsruhe und der Musikhochschule Freiburg. Seine Kammermusikpartner waren u. a. Tabea Zimmermann (Paganini Trios, Beethoven Trio), Martin Ostertag (über 200 Konzerte und CD-Aufnahmen), Kalle Randalu (Konzerte und CD-Aufnahmen), Detlef Tewes (über 300 Konzerte und CD-Aufnahmen), Ernö Sebestyen (Weltersteinspielung Paganini Barucaba Variationen für Violine und Gitarre), Ulf Rodenhäuser, Jean-Claude Gerard; außerdem gab er Konzerte als Gast bei der Villa Musica u. a. mit Arnold Schönbergs Serenade op. 24.
Er spielte mit den Orchestern RSO Frankfurt, Bochumer Symphoniker, Saarländisches Rundfunkorchester, Baden-Badener Philharmonie, Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, SWR Sinfonieorchester Freiburg, Badische Staatskapelle Karlsruhe, Nationaltheater Mannheim, Staatsphilharmonie Estland, Kammerorchester Heilbronn, Württembergische Philharmonie und Kammerorchester Tallinn.
Bagger musizierte unter den Dirigenten Pierre Boulez, Michael Gielen, Kazushi Ono, Justin Brown, François-Xavier Roth, Anthony Bramell, Adam Fischer, Eri Klas, Neeme Järvi, Ari Rasilainen, Leif Segerstam, Leslie B. Dunner, Werner Stiefel, Titus Engel, Peter Eötvös, Klaus Arp, Peter Falk, Christoph Poppen, Ola Rudner, Christoph Prick, Steven Sloane, Gerard Korsten, Terry Davies und Robert Reimer.
25 CD-Aufnahmen entstanden u. a. bei BMG (Ariola), Signum, Hänssler Classics, ANTES und Bayer. Er trat in Fernsehproduktionen in Deutschland, Finnland und Estland als Solist, Kammermusiker und Dirigent – 2012 als Dirigent und Gitarrist in der Sendung Einfach die Besten (SWR) – auf. Er machte in Europa 200 Rundfunkproduktionen. Uraufführungen erfolgten von 40 Kompositionen (u. a. Erkki-Sven Tüür – Spiel für Violoncello und Gitarre, Felix Treiber – Doppelkonzert für Gitarre, Schlagzeug und Orchester, Jaan Rääts – Gitarrenkonzert, Doppelkonzert für Flöte, Gitarre und Orchester).
Seit 1990 hatte er eine Professur für Gitarre, Kammermusik, Orchesterstudien an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe inne.
Bagger leitete als Dirigent u. a das Mandolinenorchester Ettlingen.
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Balzer, Herbert
*1913 in Hamburg, † 25. November 2001 in Hamburg
1928 Volksschul-Abschluss und Beginn einer Lehre als Quartiersmann und Ewerführer, dann ab 1933 Arbeiter im Hafen. 1934 wird er selbstständiger Fuhrunternehmer.
Ab 1938 aushilfsweises Dirigat beim „HMO“, 1939 Militärzeit, Heirat und nach Kriegsende wieder als Fuhrunternehmer tätig.
Ab 1945 Gitarrenstudium bei Willy Heidorn in Hamburg, und Besuch von Lehrgängen bei Walter Gerwig,
Prof. Karl Scheit und Kurse der Volkshochschule Hamburg. Danach studierte er privat bei Prof. Peter Hartmann in Hamburg Musiktheorie.
Dirigent im „HMO“.
Mehr als 100 Bearbeitungen von Klassik, Folklore und Lieder für das HMO, teils auch verlegt im Trekel-Musikverlag unter Pseudonym.
Ab 1947 Dozent für Gitarre und Mandoline am „Hamburger Konservatorium“.
1956 Auflösung des Fuhrunternehmens und Arbeit als hauptberuflicher Musiklehrer an der Staatliche Hamburger Jugendmusikschule und Volkshochschule Hamburg.
1968-1990 Dozent im Laien- und Akademiebereich als Gitarren- und Methodik-Lehrer tätig und leitete daneben den Gitarrenchor des „Hamburger Konservatoriums“
1993 Aufgabe des Dirigates im “HMO” aufgrund Krankheit.
2001 erliegt Herbert Balzer seiner schweren Krankheit.
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Barbella, Emanuele
* 14. April 1718 in Neapel; † 10. Januar 1777
italienische Violinist und Komponist
Emanuele Barbella erhielt im frühen Kindesalter Violinunterricht von seinem Vater Francesco Barbella, dem „maestro d'instrumenti ad arco“ am „Conservatorio di Santa Maria di Loreto“. Nach dem Tod des Vaters 1732 hatte er verschiedene Geigenlehrer, darunter vor allem Pasquale Bini, ein Schüler Giuseppe Tartinis. Kompositionsunterricht erhielt er von Michele Caballone (1692–1740) und Leonardo Leo. Möglicherweise stand er im Austausch mit Padre Martini, dem er seinen Canone all’unisone vorlegte. Barbella war Lehrer und Violinist an mehreren wichtigen Musikinstitutionen in Neapel und ab 1753 erster Geiger am Teatro Nuovo. 1756 wurde er Mitglied der Capella Reale und ab 1761 im Teatro San Carlo.
Auf Empfehlung Felice Giardinis war Barbella der wichtigste Ansprechpartner Charles Burneys bei dessen Erkundungen in der Musikwelt Neapels.
Barbellas relativ schlichte Kompositionen sind dem galanten Stil zuzurechnen. Einige seiner Sammlungen wurden teils mehrfach in Frankreich oder England veröffentlicht, dies erklärt die weite Verbreitung und die Beliebtheit seiner Werke, die teils auch in Violinschulen übernommen wurden.
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Bartók, Béla
*25. März 1881, Nagyszentmiklós, Ungarn; † 26. September 1945, New York, USA
bedeutender ungarischer Komponist, Pianist und Musikethnologe der Moderne und Sammler von Volksmusik.
Seine Ausbildung erhielt er in der Königliche Musikakademie in Budapest (1899–1903).
Er verband westeuropäische Kunstmusik mit osteuropäischer Folklore.
1940 übersiedelte er aufgrund des Zweiten Weltkriegs in die USA
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Bast, Wolfgang
30.07.1949 – 24.02.2025
bedeutender deutscher Komponist, Dirigent, Musiker und Musiklehrer, der die Zupfmusikszene über 50 Jahre prägte.
Er studierte an der Musikhochschule in Saarbrücken. Seit 1976 Lehrer an der Städtischen Musikschule Lahr.
Der Saarländer war besonders in Baden-Württemberg als Leiter von Zupforchestern und des Tokyo Zupfensembles, mit denen er regelmäßig auf Konzertreise geht. Seine Werke, darunter Divertimenti für Zupforchester, sind im Trekel Musikverlag erschienen.
Er war über fünf Jahrzehnte aktiver Musiker, Träger der BDZ-Verdienstmedaille in Gold. Komposition und Dirigat im Bereich der Zupfmusik (Mandoline/Gitarre).
Hier einige Werksbeispiele: Divertimento Nr. 1, Divertimento Nr. 2 für Zupforchester, Divertimento Nr. 3 für Zupforchester. Besonders eng verbunden war er mit der Zupfmusikszene in Baden-Württemberg. |

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Baston, John
* um 1685; † um 1740
englischer Komponist und Flötist des Spätbarock
John Baston hatte Anstellungen an Stationers' Hall (1708–1714), an Coachmakers' Hall (1722–1733), außerdem wurde er als Musiker am Drury Lane Theater erwähnt [1]. Als sein wichtigstes Instrument gilt die Blockflöte. Die einzigen Kompositionen Bastons, die erhalten blieben, sind seine „Six Concertos in Six Parts for violins and Flutes“ von 1729, die wieder in Neuausgaben erhältlich sind. Sein Kompositionsstil war temperamentvoll, er verwendete in seinen Werken einfache, aber gefällige Harmonien. 1739 gehörte Baston zu den Gründungsmitgliedern der „Society of Musicians“.
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Baumann, Herbert (Karl Wilhelm)
* 31. Juli 1925 in Berlin; † 21. Januar 2020 in München
deutscher Komponist und Dirigent
Als Sohn eines Kaufmanns machte Baumann 1943 auf dem Schillergymnasium in Berlin-Lichterfelde das Abitur. Nach dem Schulbesuch wurde Baumann im Alter von 18 Jahren zur Wehrmacht einberufen und im Kriegseinsatz von Granatsplittern getroffen. Das Kriegsende erlebte er in Bayern. Wieder in seine Heimatstadt Berlin zurückgekehrt, folgte er dem Wunsch des Vaters, Architektur zu studieren. Mit dessen Einverständnis wechselte er kurze Zeit später an das „Internationale Musikinstitut Berlin“ (Komposition bei Paul Höffer und Boris Blacher, Dirigieren bei Sergiu Celibidache).
Sein Grundstudium endete bereits 1947 mit einem Engagement als Direktor für Bühnenmusik am Deutschen Theater Berlin. Er wurde Theatermusiker und blieb es dreißig Jahre lang. 1970 gelang Baumann der Sprung nach München an das Residenztheater.
Bis 1963 schrieb er 45 Bühnenmusiken. Heute sind es insgesamt mehr als 500. Zudem komponierte er zwischen 1957 und 1983 die Musik zu sechs Kinofilmen und 30 Fernsehfilmen, darunter auch mehrteilige Serien. Wenn auch Bühnen- und Filmmusik das Zentrum seiner musikalischen Tätigkeit bilden, so hat er sich ebenfalls als Instrumentalkomponist einen Namen gemacht. 1998 wurde die „Herbert-Baumann-Stiftung“ errichtet, die sich der Förderung der Musik verschrieben hat.
Die gesamten Manuskripte, gedruckte Werke, CDs etc., sind bei der Bayerischen Staatsbibliothek einzusehen, teilweise auch auszuleihen. Darüber hinaus sind in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig, Berlin und Frankfurt/Main sämtliche Druckwerke zu finden.
Seine bekanntesten Werke in der Zupfmusik:
Saarländische Zupfmusik, Suite Nr. 3
Vier alte Tänze für Zupforchester Suite Nr.1
Vier alte Tanzstücke Suite Nr.5
Der wohlfeile Gänsebraten
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Baumann, Max
* 20.November 1917 in Kronach, Oberfranken; † 17. Juli 1999 in Berlin
deutscher Komponist, Musikpädagoge, Dirigent
Baumann erhielt als Sohn eines Musiklehrers seinen ersten Musikunterricht im Elternhaus. Nach Stationen in Halle und Passau studierte er in Berlin an der Hochschule für Musik Dirigieren, Klavier und Posaune sowie bei dem Hindemith-Schüler Konrad Friedrich Noetel und später bei Boris Blacher Komposition. Abgesehen von einer zweijährigen Tätigkeit als Chordirektor und stellvertretender Kapellmeister an der Oper in in Stralsund von 1947-49 lehrte Baumann seit 1946 bis zu seiner Emeritierung 1978 zunächst Klavier, später vor allem Tonsatz an der Berliner Musikhochschule. 1960 wurde er zum Professor berufen. Baumann trat auch als Dirigent und Chorleiter in Erscheinung und war nach dem Tod Karl Forsters 1963 interimistischer Leiter des Chors der St. Hedwigs-Kathedrale. Bis zu seinem Tod lebte Baumann in Berlin.
Max Baumanns kompositorisches Schaffen umfasst nahezu alle Gattungen der Musik, jedoch nimmt die Orgelmusik und vor allem die geistliche Vokalmusik in seinem Werk einen weiten Raum ein. Letztere reicht vom einfachen gleichstimmigen Lied über A-cappella-Messen und Doppelchöre bis hin zu abendfüllenden Chorwerken wie der Passion op. 63 (1959) oder dem Oratorium Auferstehung op. 94 (1980) nach Texten der Heiligen Schrift und der Liturgie.
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Beer-Demander, Vincent
*1982 in Paris
französischer Mandolinist und Komponist
Seine Kompositionen sind bei mehreren Musikverlagen verlegt.
Beer-Demander wurde in Paris geboren und begann seine musikalische Ausbildung 1990 an der Toulouse Mandolin School, die gerade von Francis Morello, einem der ältesten Musiker des Toulouse Plectrum Ensemble, gegründet worden war. Im Jahr 2000 setzte er diese Ausbildung an der nationalen Musikschule von Argenteuil fort, wo er von der Erfahrung von Florentino Calvo profitierte. Dort erhielt er ein Diplom in Musikwissenschaft und ein Staatsdiplom in antiken Instrumenten, die mit einem ersten Preis in Kammermusik und musikalischer Ausbildung sowie einem ersten Preis in Mandoline gekrönt wurden.
Beer-Demander arbeitete dann ein Jahr lang mit Ugo Orlandi am Musikkonservatorium von Padua. Dann bereitete er eine Kammermusikkonzertlizenz an der École normale de musique de Paris vor, in der Klasse von Alberto Ponce und als Teil des Duo Chitarronne. Er erhielt es mit den einstimmigen Glückwünschen der Jury. Gleichzeitig perfektionierte er die Komposition am Marseiller Konservatorium mit Régis Campo, wo er 2010 auch einen ersten Kompositionspreis mit einstimmigen Glückwünschen von der Jury erhielt.
Beer-Demander unterrichtet am Konservatorium von Marseille und am Königlichen Konservatorium von Lüttich, an der Akademie der Mandolinen in Marseille, wo er seit ihrer Gründung im Jahr 2007 auch künstlerischer Leiter ist.
Er arbeitet auch an der Musikschule von Vif, wo er auch die musikalische Leitung für das „Corda'Vif-Plectrum“-Orchester bietet, und an der Estudiantina d'Annecy, wo er insbesondere den jährlichen Choro-Kurs betreut.
Die Anzahl der Experten und Virtuosen, die über das Wissen und die Fähigkeiten verfügen, um den Anforderungen eines Orchesters gerecht zu werden, das Werke mit Teilen für die Mandoline aufführen will, umfasst in Frankreich etwa zehn Personen. Um dieser Nachfrage gegegn zu werden, nimmt Beer-Demander jedes Jahr an rund hundert Konzerten teil.
Seit 2004 ist er Mitglied des Nov' Mandolin-Ensembles (Beer-Demander - Mandoline, Mandola undMandocello, Fabio Gallucci - Mandoline und Mandola, Gregory Morello - Gitarre, Marilyn Montalbano - Gitarre und akustische Bassgitarre, Cécile Valette - Mandoline. Die Gruppe hat zahlreiche Konzerte mit Mike Marshall gegeben und hat mehrere Kompositionen auf die Bühne gebracht oder aufgenommen.
Zusammen mit Gregory Morello (klassische Gitarre) und Nelson Gomez (Gitarre) bildet er das Guitarson Trio.
Er bildet mit Miren Adouani auch das Duo Pensiero, eine originelle Kombination aus Klavier und Mandoline. Dieses Duo ist Preisträger des internationalen Wettbewerbs Rafaele Calace (Italien, 2008) in der Mandolinen-Klavier-Formation. Ihre erste Platte wurde von François-René Duchâble begrüßt und vorangegangen.
Beer-Demander ist ein facettenreicher Komponist, wie viele aktuellen Komponisten wie F. Martin, F. Rossé, T. Ogawa, A. Ourkousounov, J.Y. Bosseur, D. Nicolau. Eer bleibt dennoch dem ursprünglichen Repertoire des 18., 19. und 20. Jahrhunderts verbunden.
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Beethoven, Ludwig van
getauft am 17. Dezember 1770 in Bonn; † 26. März 1827 in Wien, Österreich
deutscher Komponist und Pianist
Er führte die Wiener Klassik zu ihrer höchsten Entwicklung und bereitete der Musik der Romantik den Weg. Er wird zu den überragenden Komponisten der Musikgeschichte gezählt.
Zu Beginn seiner musikalischen Laufbahn machte sich Beethoven zunächst als Klaviervirtuose einen Namen. Zu seinen Stärken gehörte das freie Improvisieren und Fantasieren auf dem Instrument. Nach dem Umzug von Bonn nach Wien führte ihn sein Talent bald in die höchsten gesellschaftlichen Kreise der habsburgischen Metropole. Ein Gehörleiden, das sich im Laufe der Zeit zur fast völligen Taubheit verschlimmerte, setzte seiner Karriere als Pianist ein vorzeitiges Ende. Die Krankheit löste eine Krise aus, über die Beethoven 1802 in seinem Heiligenstädter Testament Zeugnis ablegte. Beethoven pflegte vielerlei Kontakte zu Frauen aus seinem Umfeld.
Mit der Verschlechterung seines Gehörs konzentrierte sich Beethoven mehr und mehr aufs Komponieren. Während andere Komponisten ihre Werke oft schnell zu Papier brachten, rang Beethoven um jede Note. Immer wieder wurde nachgearbeitet und verbessert. In den meisten musikalischen Gattungen und Besetzungen, zu denen Beethoven Kompositionen beitrug, gehören seine Werke zu den wichtigsten ihrer Art, namentlich die 9 Sinfonien, die 32 Klaviersonaten, Klaviervariationen, die 5 Klavierkonzerte, ein Violinkonzert, die 16 Streichquartette und die Große Fuge, weitere Kammermusik wie die Klaviertrios, Violin- und Violoncellosonaten. Wichtige Vokal- bzw. Bühnenwerke sind der Liederzyklus An die ferne Geliebte, die einzige Oper Fidelio und die Missa solemnis. Beethoven ist seinem Anspruch, ein bleibendes musikalisches Werk für die Nachwelt zu hinterlassen, gerecht geworden. Seine Popularität ist ungebrochen, und heute gehört er zu den meistgespielten Komponisten der Welt.
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Behrend, Siegried
*19. November 1933 in Berlin; † 20. September 1990 in Hausham deutscher Gitarrist und Komponist.
Behrend erhielt am Klindworth-Scharwenka-Konservatorium in Berlin eine Ausbildung in den Fächern Klavier, Cembalo, Dirigieren und Komposition. Das Gitarrenspiel erlernte er autodidaktisch. Bereits als 30-Jähriger hatte er mehr als 1000 Kompositionen, größtenteils folkloristisch oder von alten Meistern inspiriert, vorzuweisen. Er gab Konzerte in Moskau, Rom und Madrid, er spielte vor dem Schah in Persien, vor dem Kaiser in Tokio und vor Gamal Abdel Nasser in Kairo.
1962 lernte der Gitarrist während den Aufnahmen zu der Personality-Show Belina – Porträt einer Sängerin die Hauptdarstellerin näher kennen. Die beiden gingen fortan künstlerisch gemeinsame Wege. Belina und Siegfried Behrend repräsentierten mit ihren Folk-Songs, Chansons, jiddischen Liedern als Botschafter deutscher Kultur die damals noch junge Bundesrepublik Deutschland und führten mit Unterstützung des Goethe-Instituts mehrere ausgedehnte Konzertreisen durch. Die beiden gastierten in mehr als 120 Ländern. In dieser erfolgreichen Zeit nahm das Duo mehrere LPs auf und war in mehreren Fernsehsendungen zu Gast
(z.B. Lieder am Kamin bei SWF). Siegfried Behrend heiratete in den 1970er-Jahren die Schauspielerin Claudia Brodzinska und wandte sich mit ihr als Sängerin/Interpretin der avantgardistischen Musik zu.
Siegfried Behrend war ein vielgefragter Gitarrenlehrer. Martin Maria Krüger erhielt von ihm den ersten Gitarrenunterricht. In späteren Jahren traten beide weltweit als Deutsches Gitarrenduo auf. An den von Behrend in den 1970er-Jahren im bayrischen Riedenburg abgehaltenen „Internationalen Meisterkursen für künstlerisches Gitarrespiel“ nahmen auch Michael Tröster, Matthias Henke und Manuel Negwer teil. Behrend war (Mit-)Herausgeber vieler musikalischer Fachbücher, beispielsweise des mehrbändigen Werkes Volkslieder aus aller Welt oder Gitarrenstunden für Kinder etc.
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